Taschengeld digital auszahlen: 4 Tools im Alltagstest
Wie gut funktionieren Dauerauftrag, App-Zuweisung oder spezialisierte Kids-Apps wirklich?
Wie gut funktionieren Dauerauftrag, App-Zuweisung oder spezialisierte Kids-Apps wirklich?
Bargeld-Taschengeld hat Vorteile — ist aber in vielen Familien nicht mehr Alltag. Wir haben vier Tools getestet, mit denen Taschengeld digital, verlässlich und pädagogisch sinnvoll ausgezahlt werden kann.
Monatlich per Dauerauftrag aufs Kinderkonto. Vorteil: 100 % verlässlich, 0 € Kosten, funktioniert bei jeder Bank. Nachteil: Keinerlei Unterstützung für Kinder („Wo ist mein Geld hin?“) — das Geld landet einfach auf dem Konto und ist sofort verfügbar. Pädagogisch okay, aber keine Lern-Komponente.
Die DKB erlaubt bis zu 10 Unterkonten pro Girokonto. Perfekt, um Taschengeld in „Spielen“, „Sparen“, „Spenden“ zu teilen. Einmal einrichten, dann verteilen Eltern und Kind gemeinsam. Vorteil: Kostenlos, visuell klar. Nachteil: Nur bei DKB.
„Unterkonten sind der unterschätzte Hebel. Drei Töpfe, eine Entscheidung pro Monat — das Kind lernt, was Priorisieren heißt.“
— Lena Hartmann, Redaktion
Bling ist eine Mastercard-basierte Kinder-App mit integrierter Taschengeld-Automatik, Spar-Zielen und Elternkontrolle. Vorteil: Pädagogisch gut durchdacht, schönes Design. Nachteil: 4,95 €/Monat, an Mastercard gekoppelt — nicht bei jeder Bank einsetzbar.
Separate Sub-Accounts, Aufgaben-für-Taschengeld-Funktion (was wir kritisch sehen, siehe Ratgeber), globale Währungen. Vorteil: Viele Features. Nachteil: 2,99–7,99 €/Monat, Feature-Overload.
Für 90 % der Familien: Dauerauftrag + DKB-Unterkonten reichen. Für digital-affine Familien, die Wert auf pädagogische Zusatzfunktionen legen: Bling. Revolut und spezialisierte Neobank-Apps nur, wenn das restliche Banking-Setup sowieso darauf läuft.
Drei Empfehlungen — ohne Verkaufsdruck. Wählen Sie, was zu Ihrer Familie passt.