EZB-Entscheidung: Was jetzt auf Sparer zukommt
Die jüngste Zinsentscheidung — eingeordnet für Eltern, die für ihre Kinder sparen.
Die jüngste Zinsentscheidung — eingeordnet für Eltern, die für ihre Kinder sparen.
Die EZB hat auf ihrer Sitzung vom 17. April die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Der Einlagenzins liegt jetzt bei 2,25 %. Für Eltern, die für ihre Kinder sparen, bedeutet das: Die Tagesgeld-Zinsen werden in den kommenden Wochen nachgeben.
Der Hauptrefinanzierungssatz sinkt von 2,75 % auf 2,50 %, der Einlagenzins von 2,50 % auf 2,25 %. Begründet wird die Senkung mit dem Abkühlen der Kerninflation im Euroraum auf 2,1 % — de facto das Ziel der Notenbank.
Banken reagieren in der Regel mit zwei bis vier Wochen Verzögerung. Wer aktuell bei einer Bank mit 1,75 % ist, sollte damit rechnen, Anfang Mai noch 1,40–1,50 % zu bekommen. Festgeld-Konditionen, die jetzt abgeschlossen werden, sind davon nicht betroffen.
„Wer einen größeren Betrag auf Tagesgeld hält, kann über Festgeld mit kurzer Laufzeit (6–12 Monate) den aktuellen Zins noch einfrieren.“
— Tobias Rau, Daten & Methodik
Für Eltern mit laufendem Tagesgeld-Konto: abwarten und den neuen Zins ab Mai vergleichen. Für Eltern, die gerade größere Beträge neu anlegen: Festgeld auf 6–12 Monate prüfen. Die Zinskurve ist flach, aber nicht invertiert — 12 Monate bringen aktuell 0,4–0,6 Punkte mehr als Tagesgeld.
Die nächste EZB-Sitzung ist am 5. Juni. Marktbeobachter:innen erwarten eine weitere Senkung um 25 Basispunkte. Wer jetzt auf lange Festgeld-Laufzeiten setzt, sichert sich den höheren Altzins — zahlt aber Liquidität als Preis.
Drei Empfehlungen — ohne Verkaufsdruck. Wählen Sie, was zu Ihrer Familie passt.