Wie viel Taschengeld ist 2026 angemessen? (Alters-Tabelle)
Die aktuelle Empfehlung des Jugendamts, gestaffelt nach Alter — und was wir aus 200 Elterngesprächen gelernt haben.
Die aktuelle Empfehlung des Jugendamts, gestaffelt nach Alter — und was wir aus 200 Elterngesprächen gelernt haben.
Wie viel Taschengeld ist richtig? Die Frage hören wir seit Jahren. Es gibt keine pauschal „richtige“ Antwort — aber klare Orientierungswerte. Wir haben mit 200 Familien gesprochen und die aktuelle Jugendamts-Empfehlung eingeordnet.
Die Jugendämter der Länder empfehlen diese Staffelung. Die Werte sind gegenüber 2023 um 8–12 % gestiegen — inflationsbereinigt bleibt der reale Wert ähnlich.
| Alter | Höhe | Frequenz |
|---|---|---|
| 4–5 Jahre | 0,50 – 1 € | pro Woche |
| 6–7 Jahre | 1,50 – 2 € | pro Woche |
| 8–9 Jahre | 2 – 3 € | pro Woche |
| 10–11 Jahre | 14 – 18 € | pro Monat |
| 12–13 Jahre | 20 – 25 € | pro Monat |
| 14–15 Jahre | 28 – 36 € | pro Monat |
| 16–17 Jahre | 40 – 60 € | pro Monat |
In unseren Gesprächen zeigt sich: Familien, in denen Taschengeld regelmäßig und unabhängig von Leistung ausgezahlt wird, haben die entspannteste Kommunikation über Geld. Familien, die Taschengeld strafen/belohnen, berichten öfter von Streit.
„Das Taschengeld ist ein Übungsfeld, kein Druckmittel. Wer Taschengeld kürzt, weil das Zimmer nicht aufgeräumt ist, koppelt Geld an Verhalten — das ist pädagogisch kontraproduktiv.“
— Dr. Sara Möller, Finanzpädagogin
Die meisten Familien starten mit Mischmodellen: Ein fester Sockel als Taschengeld, plus einzelne Extra-Aufgaben (Auto waschen, Babysitten) gegen zusätzliches Geld. Das entkoppelt Grundversorgung von Leistung — und erlaubt dem Kind trotzdem, Extra zu verdienen, wenn es will.
Nehmt die Tabelle als Kompass, nicht als Gesetz. Sprecht mit dem Kind einmal im Jahr über den Betrag. Erhöht, wenn Bedarf und Alter es verlangen. Das Geheimnis ist nicht die Summe — sondern die Verlässlichkeit.
Drei Empfehlungen — ohne Verkaufsdruck. Wählen Sie, was zu Ihrer Familie passt.